Positive thinking – wie positive Gedanken dein Leben beeinflussen

Dass negative Gedanken dir den Tag vermiesen, hast du sicher schon längst bemerkt und auch in der Forschung wurde der Einfluss von negativem Denken schon ausführlich diskutiert. Aber wie sieht es denn mit positiven Gedanken – oder positive thinking – aus? Und wie schaffst du es, im Alltag positiv zu bleiben? Hier erfährst du es!

Der Säbelzahntiger ist Schuld, wenn mal wieder nichts mehr läuft

Schon 2004 hat die Psychologin Barbara L. Fredrickson in einer Studie herausgefunden, dass positive thinking unseren Horizont erweitert – und das lässt sich so erklären:

Stell dir vor, du bist einer deiner ersten Vorfahren und siehst dich gerade mit einem Säbelzahntiger konfrontiert. Damit du nicht erst lange überlegen und alle Möglichkeiten abwägen musst, schränkt dein Gehirn bei einer solch negativen Erfahrung deinen Denk- und Handlungsspielraum ein, damit du direkt zur Flucht übergehen kannst. Negative Gedanken verbauen dir also wortwörtlich den Kopf. Was uns damals sicherlich geholfen hat, bringt uns aber heute nichts: Pessimismus führt zu einer Abwärtsspirale, die die negativen Gedanken immer weiter verstärkt und dich nur vor noch mehr Probleme stellt.

Zum Glück hilft uns positive thinking, die Effekte von negativem Denken aufzuheben und hat darüber hinaus noch viele andere tolle Auswirkungen auf dein Leben:

Positive thinking erweitert deinen Horizont

Genau wie dich negative Gedanken einschränken, erweitern positive Gedanken deinen Horizont. Das heißt konkret: Da dein Gehirn mehr Möglichkeiten erkennt, hast du auch mehr Handlungsspielraum und lernst viel mehr neue Dinge, als wenn du mit Scheuklappen durch die Gegend läufst. Und das Gute daran: Die dadurch erworbenen Fähigkeiten helfen dir noch lange im Leben weiter.

Mit positive thinking erhöhst du deine Erfolgschancen

Positiv denkende Menschen haben eins gemeinsam: Sie sehen Probleme nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung, die man sicherlich bewältigen kann. Während eine negative Herangehensweise deine Chance auf Erfolg senkt („das schaffe ich doch eh nicht“), kann Optimismus sie also um einiges erhöhen. Also denk daran, wenn dir eine Aufgabe mal wieder als zu schwierig erscheint!

Seltener krank durch positive Gedanken

Wusstest du, dass positives Denken sogar einen Einfluss auf dein körperliches Wohlbefinden hat? Kaum zu glauben, aber wahr! Optimismus stärkt dein Immunsystem und schützt dich somit vor Infektionskrankheiten. Vielleicht entkommst du so ja dieses Jahr der Erkältungswelle im Büro.

Positive thinking ist gut für deine Beziehungen

Wenn du positiv denkst, merken das auch schnell alle um dich herum – und das zieht an. Klar, denn wer will sich schon mit diesen Personen abgeben, die immer nur alles schwarz sehen und aus allem ein Problem machen?

Positive thinking hilft dir auch im Job

Positive Gedanken verändern – logisch – deine Art zu denken. Das erhöht nicht nur deine Problemlösungskompetenz (denn Optimisten sehen das große Ganze und können komplexe Sachverhalte so besser einordnen), sondern fördert auch deine Kreativität und dein Gedächtnis.

So schaffst du es, positiver durch den Tag zu gehen

Alles gut zu wissen – aber wie schaffst du es jetzt, deinem Alltag optimistischer entgegen zu treten? Natürlich könnten wir jetzt sagen: „Nichts einfacher als das!“ Aber ganz einfach ist es nicht und es wird dir deshalb auch nicht von heute auf morgen gelingen. Positive thinking ist eine Gewohnheit, die du dir erst Stück für Stück aneignen musst. Mit diesen Tipps sollte es aber klappen.

1. Vergleiche dich nicht mit anderen

Was schon im Kindergarten begonnen hat und uns das ganze Leben hindurch begleitet, ist mehr als toxisch. Vielleicht ist dein Kollege ja viel besser im Umgang mit Kunden – aber dafür hast du ganz andere Qualitäten. Jeder ist anders und das ist auch gut so, sonst würde es schnell langweilig auf der Welt werden.

2. Sieh nicht nur das Negative

Negative Gedanken ziehen dich nur unnötig herunter. Versuche also, deine Einstellung im Alltag zu verändern: Du hast heute wieder nicht deine 10.000 Schritte geschafft? Mag sein, aber dafür hast du heute öfters mal am Schreibtisch gestanden und das ist auch schon was Tolles.

3. Sei dankbar

Auch wenn es uns oft nicht bewusst ist, gibt es viele Dinge in unserem Leben, für die wir dankbar sein können. Dankbarkeit ist die Basis für Zufriedenheit. Überlege dir einmal am Tag drei Dinge, für die du in diesem Moment dankbar bist. Das bringt den Fokus auf die positiven Dinge des Lebens.

4. Freue dich über Kleinigkeiten

Es ist falsch, immer nur die großen Erfolge zu feiern. Jede kleine Aufgabe, die du meisterst, ist ein Grund zur Freude. Es ist super, wenn du einen Marathon gerannt bist. Aber es ist genauso super, wenn du heute nur eine kleine Runde spazieren warst, obwohl du dich am liebsten auf die Couch geworfen hättest.

5. Finde deine körperliche und seelische Balance

Negatives Denken fördert Stress und Stress macht bewiesenermaßen krank. Versuche also, etwas Ausgleich in deinen Alltag zu bringen – mit mehr Bewegung (zum Beispiel mithilfe eines Sitz-Steh-Tisches wie Eliot) und seelischer Entspannung. Meditiere täglich oder führe ein Erfolgstagebuch, in dem du jeden kleinen Erfolg vermerkst.

6. Hab mehr Spaß

Du musst nicht den ganzen Tag arbeiten und abends erschöpft vorm Fernseher zusammenbrechen. Triff dich mit Freunden oder unternimm auch mal alleine etwas – Hauptsache, du hast Spaß und erlebst ein kleines Abenteuer.

7. Bewahre dein positives Ich-Gefühl

Erinnere dich an Momente, in denen du in deinen Augen „am besten“ oder einfach nur besonders zufrieden und glücklich warst. Weißt du noch, wie gut du dich gefühlt hast? Bewahre dir dieses Gefühl und versuche, es so oft wie möglich wieder abzurufen.

Positive thinking kann dein Leben also stärker beeinflussen, als du vielleicht dachtest. Es ist also höchste Zeit, die negativen Gedanken hinter dir zu lassen und mit mehr Optimismus in den Tag zu starten. Das heißt natürlich trotzdem nicht, dass du ab jetzt alles nur noch mit der rosaroten Brille sehen solltest – Negatives gehört zum Leben genauso dazu und schafft eine gute Balance. Balance ist hier das Stichwort: Das Negative sollte in deinem Alltag nicht überwiegen, wenn du ein langes und vor allem gesundes Leben willst. Und genau das schaffst du mit positive thinking.

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