Das Home-Office einrichten – 9 Ideen für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu Hause

Traumhaft, du kannst im Home-Office arbeiten! Doch während andere dich beneiden, schiebst du nur schnell im Pyjama das Frühstücksgeschirr zur Seite und klappst aus Platzmangel deinen Laptop am Esstisch auf… Eine angenehme Arbeitsatmosphäre, in der du dich wohlfühlst, dich konzentrieren kannst und leistungsfähig bist, sieht irgendwie anders aus, oder? Wir haben neun Tipps für dich, wie du dein Home-Office (auch bei wenig Platz) clever einrichten kannst.

1. Such dir den perfekten Ort

Natürlich ist ein eigener Raum die ideale Lösung, um dein Home-Office einrichten zu können. In ein separates Arbeitszimmer kannst du dich zurückziehen, dich besser konzentrieren und nach Feierabend machst du die Türe zu, fertig.
Aber gerade in einer kleinen Wohnung ist ein solcher Luxus oft nicht möglich. Wichtig ist dann, dass du dir trotzdem einen festen, räumlich abgetrennten Arbeitsbereich schaffst – sonst fällt die Trennung zwischen Job und Privatem ganz schön schwer.
Vielleicht lässt sich eine Ecke des Wohn- oder Schlafzimmers durch ein Bücherregal oder einen Paravent abtrennen? Eventuell passt ja auch ein kleiner Schreibtisch in eine Nische im Flur. Lösungen gibt es viele – manchmal musst du vielleicht einfach nur mal etwas um die Ecke denken.

2. Wähle das Key-Piece sorgfältig aus

Das Herzstück um dein Home-Office einzurichten ist – ganz klar, der Schreibtisch. Ein typisches Büro-Ungetüm macht sich in den wenigsten Wohnungen gut, vor allem, wenn du deinen Arbeitsplatz im Wohn- oder Schlafzimmer untergebracht hast.
Besser ist ein Schreibtisch, der sich in die übrige Einrichtung einfügt, multifunktional ist und eventuell sogar auch noch flexibel. So wie unser smarter Schreibtisch „Eliot“: Es gibt ihn in vier verschiedenen Breiten, er lässt sich von 65 cm bis 130 cm stufenlos höhenverstellen und mit seinem integrierten Kabelmanagement kannst du Kabelsalat oder Netzgeräte ganz easy verstauen. Außerdem lässt er sich mit einem unserer verschiedenen Cover ganz individuell gestalten, damit er perfekt in dein Zuhause passt.
Ach ja, und noch etwas kann er: „Eliot“ speichert deine Sitzhöhen, stellt sich automatisch auf dich ein und wenn du magst, erinnert er dich sogar daran, mehr zu stehen. Denn den ganzen Tag zu sitzen ist gar nicht gut für deinen Rücken – die Bandscheiben brauchen Bewegung, um gesund zu bleiben!

3. Setz dich auf den passenden Stuhl

Wenn du dein Home-Office nur ab und zu nutzt und nicht deine komplette 40-Stunden-Woche darin verbringst, brauchst du nicht unbedingt einen klassischen ergonomischen Bürostuhl.
Viele Hersteller bieten mittlerweile Bürovarianten ihrer „normalen“ Stühle an, die sich unauffällig in das Wohn-Ambiente einfügen. Wenn du allerdings regelmäßig und vor allem auch den ganzen Tag am Schreibtisch verbringst, solltest du dir tatsächlich einen „echten“ Bürostuhl zulegen.
Tipp: Egal für welche Variante du dich entscheidest, achte auf die richtige Sitzhöhe: Bei aufrechtem Sitz, nebeneinander aufgestellten Füßen und locker auf der Tischplatte aufliegenden Unterarmen sollten die Winkel in Knien und Ellenbogen jeweils 90 Grad ergeben.

4. Umgib dich mit Grünzeug

Pflanzen verbessern das Raumklima und sorgen für höhere Luftfeuchtigkeit. Gerade in den kalten Monaten, wenn die Heizung läuft, fällt die Luftfeuchtigkeit in den Räumen stark ab – Pflanzen können dem entgegenwirken. Außerdem belegen Studien, dass Grünes am Arbeitsplatz Produktivität und Konzentration erhöht.
Auf Platz 1 unter den beliebtesten Office-Pflanzen ist übrigens der Kaktus – der verzeiht es dir auch, wenn du ihn mal einen Monat nicht gießt. Bloß hell mag er es, vorzugsweise ein Plätzchen am Fenster.
Und wenn du beim Home-Office einrichten feststellst, dass es ruhig ein bisschen mehr Grün sein darf: Kokospalmen wachsen recht schnell und sorgen für etwas Urlaubs-Flair im Büro.

5. Lern von Marie Kondo

Unordnung lenkt vom Wesentlichen ab. Wenn du die erste halbe Stunde deines Tages im Home-Office erst mal damit verbringst, nach wichtigen Unterlagen zu suchen oder Platz für deinen Laptop auf dem vollgestellten Schreibtisch zu schaffen, ist die Motivation für die Arbeit auch schon wieder dahin.
Ein Tipp der japanischen Erfolgs-Organisationsberaterin Marie Kondo: Alles, was du brauchst, bekommt einen speziellen Platz. Und fortan verstaust du diese Dinge immer an genau diesem Platz. Schaffe Stauraum für Dinge, die stets griffbereit sein müssen, Stauraum für Materialien, die du nur gelegentlich brauchst und schließlich Stauraum für Dokumente, die du nur selten benutzt, die du aber aufbewahren musst.

Ruhig und aufgeräumt wirkt es, wenn alles hinter Schranktüren oder – vor allem in kleinen Räumen – in einem Sideboard verschwindet. Stifte und anderes Büromaterial kannst du mit hübschen Accessoires wie Ablage-Schalen oder Körben in Szene setzen. Eine stylische Pinn- oder Magnetwand bewahrt deine wichtigsten Zettel auf. Und nach getaner Arbeit schaffst du wieder eine gewissen Grundordnung und räumst alles an die dafür vorgesehenen Plätze.
Ach ja – und die benutzte Kaffeetasse nimmst du am besten auch gleich mit in die Küche.

6. Mach das (richtige) Licht an!

Wird gerade im Home-Office gerne mal unterschätzt: die richtige Beleuchtung. Dabei kann schlechtes Licht die Konzentration beeinträchtigen und müde machen. Ideal wäre natürlich Tageslicht – wenn möglich, platziere deshalb deinen Schreibtisch dicht am Fenster, am besten parallel dazu (also mit der schmalen Seite in Richtung der Fensterfront).
Und stelle deinen Computer-Bildschirm so auf, dass sich das Fenster nicht in ihm spiegelt. Die Lichtreflexe stören nicht nur, sondern ermüden auch schneller die Augen. Idealerweise platzierst du ihn seitlich zum Fenster.
Ist das Tageslicht nicht mehr ausreichend, empfiehlt sich eine Schreibtischleuchte. Beim Kauf des Leuchtmittels solltest du darauf achten, dass die Glühbirne mehr als 600 Lumen (Lichtstrom) aufweist. Auch die Lichtfarbe ist entscheidend – je heller und kälter das Licht ist, desto besser für die Konzentration. Neutralweiße (3000 bis 5000 Kelvin) oder tageslichtweiße (ab 5000 Kelvin) Glühbirnen sind für das Büro die beste Wahl.

7. Bleib bei weißen Wänden

Ja, es stimmt schon, dass Farben die Stimmung heben. Trotzdem sind Wände in rot, blau oder gelb auf Dauer fürs Home-Office ungeeignet – sie ziehen einfach zu viel Aufmerksamkeit auf sich und das kann ganz schnell unruhig wirken, wenn du dich eigentlich konzentrieren müsstest.
Setz deshalb auf Weiß als Wandfarbe – das ist neutral und fördert die Konzentration.

8. Verleih deinem Home-Office mehr Persönlichkeit

Natürlich musst du nicht komplett auf Farben verzichten – Sterilität, wie sie viele Büros ausstrahlen, braucht dein Home-Office sicher nicht! Im Gegenteil, dein Arbeitsplatz zu Hause soll und darf wohnlich aussehen und zu deinem persönlichen Einrichtungsstil passen. Denn wenn du dort gerne Zeit verbringst, bist du auch produktiver.
Gerade kleine Accessoires können da den entscheidenden Unterschied machen: Ein motivierendes Bild an der Wand, ein Mitbringsel vom letzten Urlaub oder auch ein witziges Design-Objekt lenken nicht zu sehr vom Wesentlichen ab, verleihen deinem Home-Office aber Persönlichkeit. Und oft kommen einem ja auch die besten Ideen, wenn man nicht gerade angestrengt über das jeweilige Problem nachdenkt, sondern die Gedanken kurz zum Strand-Foto oder der Muschelsammlung abschweifen lässt…

Ach ja, und falls du einen Hund hast: richte ihm doch ein Plätzchen in deinem Home-Office ein – es ist schließlich bewiesen, dass Tiere am Arbeitsplatz das Wohlbefinden enorm steigern.

9. Kümmere dich auch um dich selbst

Last but not least ein Punkt, der auch irgendwie noch zum Home-Office einrichten gehört: nämlich du selbst. Auch wenn dich deine Kollegen, Kunden oder Geschäftspartner im Büro zuhause nicht sehen – in der Lieblings-Gammelhose oder dem Mickeymouse-Pyjama vor dem Rechner zu sitzen, ist nicht die beste Idee.
Erstens könnte es sein, dass es doch mal eine spontan einberufene Video-Konferenz gibt. Und zweitens ist der psychologische Effekt, sich allein schon durch die Kleidung auf die Arbeit einzustellen, nicht zu unterschätzen.
Kleide dich also ganz bewusst auch fürs Home Office so, als würdest du ins Büro gehen. Und schließ die Tür – so wissen auch alle anderen im Haus: Jetzt wird gearbeitet.

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